Berufsunfähigkeit Nebenverdienst

Viele Deutsche sind auf der Suche oder haben bereits einen Nebenverdienst, um sich einige Euro im Monat hinzuzuverdienen. Eine Vielzahl dieser Bürger hat ein eigenes Kleinunternehmen. Das Betreiben eines solchen Gewerbes hat unter anderem auch Auswirkungen auf die Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn im Nebenverdienst gibt es ganz klare Regelungen für die Gewähr der Rente bei Berufsunfähigkeit, wenn Sie in ihrem Hauptberuf berufsunfähig werden sollten.

Wir helfen allen Verbrauchern bei der Suche nach der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung, die im Leistungsfall wirklich zahlt. Dabei unterstützen wir Sie bei den Gesundheitsfragen und anderen Hürden, die entstehen können.

Ob die Versicherung bei Berufsunfähigkeit auch im Nebenverdienst zahlt

In der Regel ist es durchaus möglich, eine private Rente bei Berufsunfähigkeit zu bekommen und zur gleichen Zeit einen Nebenverdienst zu haben beziehungsweise als Kleinunternehmer tätig zu sein. Dabei gibt es beim Nebenverdienst pauschal keine Zusatzverdienstgrenze. Mit 450 Euro pro Monat ist das in der gesetzlichen Rentenversicherung allerdings anders. Für die Versicherung ist es grundsätzlich wichtig, dass die Tätigkeit im Nebenverdienst verdienstmäßig nicht an die Haupttätigkeit heranreicht.

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Was tun, wenn Berufsunfähigkeit im Hauptjob vorliegt und Nebenverdienst auch weiterhin möglich ist

Wenn Sie den Nebenverdienst bereits einen längeren Zeitraum haben, dann wird die Versicherung nicht von einer kompletten Berufsunfähigkeit ausgehen. Darum sollten Sie sich auf eine individuelle Prüfung einstellen. In diesem Fall wird der Aufwand und die Tätigkeiten im Hauptjob mit den Tätigkeiten im Nebenverdienst verglichen. Daher ist es wichtig, ein offenes Gespräch mit der Versicherung zu führen. In diesem können Sie als Betroffener darlegen, warum für den abgesicherten Beruf eine Berufsunfähigkeit vorliegt und warum ein Nebenverdienst dennoch gesundheitlich möglich ist.

Versicherung überprüft die bisherige Lebensstellung, ob die Berufsunfähigkeitsrente trotz Nebenverdienst weiter ausgezahlt wird

Um zu entscheiden, ob die Berufsunfähigkeitsrente trotz eines Nebenverdienstes ausgezahlt wird, vergleicht die Versicherung die Tätigkeiten miteinander. Die Grundlage bilden dabei das Einkommen, sozialer Status und Wertschätzung. Wenn der Nebenverdienst einkommensmäßig gleich oder lukrativer ist als der Hauptjob, kann die BU-Rente gefährdet sein. In einigen Fällen kann die Wertschätzung oder der soziale Status als so viel geringer eingestuft sein, dass die BU-Rente auch weiterhin gezahlt wird. Wenn der Hauptjob und der Nebenverdienst vergleichbar sind, dann besteht in der Regel keine Berufsunfähigkeit. Dann müssen Sie der Versicherung beweisen, dass der Hauptjob nur durch Hilfe Dritter oder zu Lasten der Gesundheit möglich ist.

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Bundesbeamtengesetz (BBG)
„§ 105 Anzeigepflicht nach Beendigung des Beamtenverhältnisses
(1) Ruhestandsbeamtinnen, Ruhestandsbeamte, frühere Beamtinnen mit Versorgungsbezügen und frühere Beamte mit Versorgungsbezügen haben eine Erwerbstätigkeit oder sonstige Beschäftigung außerhalb des öffentlichen Dienstes, die mit ihrer dienstlichen Tätigkeit in den letzten fünf Jahren vor Beendigung des Beamtenverhältnisses im Zusammenhang steht und durch die dienstliche Interessen beeinträchtigt werden können, vor ihrer Aufnahme schriftlich oder elektronisch anzuzeigen. Die Anzeigepflicht endet, wenn die Beamtinnen und Beamten mit Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand treten, drei Jahre, im Übrigen fünf Jahre nach Beendigung des Beamtenverhältnisses. Die Sätze 1 und 2 gelten auch für frühere Beamtinnen mit Anspruch auf Altersgeld und frühere Beamte mit Anspruch auf Altersgeld.
(2) Die Erwerbstätigkeit oder sonstige Beschäftigung ist zu untersagen, soweit zu besorgen ist, dass durch sie dienstliche Interessen beeinträchtigt werden. Die Untersagung ist für den Zeitraum bis zum Ende der Anzeigepflicht auszusprechen, es sei denn, die Voraussetzungen für eine Untersagung liegen nur für einen kürzeren Zeitraum vor.
(3) Zuständig ist die letzte oberste Dienstbehörde. Sie kann ihre Zuständigkeit auf nachgeordnete Behörden übertragen.“

Fazit Berufsunfähigkeit Nebenverdienst

Die Berufsunfähigkeitsrente erhalten Sie nur dann, wenn Sie eine private BU-Versicherung haben und den bisherigen Beruf mindestens 50 % nicht mehr ausüben können. Dabei zählt nur der Hauptberuf und nicht, ob Sie eventuell einen Nebenverdienst haben. Das bedeutet, dass Sie Ihren aktuellen Beruf mindestens 6 Monate nicht ausüben können. Damit Betroffene ihr Einkommen steigern, suchen sie in diesem Fall nach einem Nebenverdienst. Damit Ihnen die Berufsunfähigkeitsrente bei einem Nebenverdienst nicht gekürzt wird, müssen Sie offen mit der Versicherung darüber sprechen. Ihren Fall wird die Versicherung untersuchen und die bisherige Lebensstellung überprüfen.

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